Flughafensicherheit

Unter Flughafensicherheit versteht man alle Maßnahmen, die der Vorbeugung gegen Verbrechen, insbesondere Terroranschläge auf einem Flughafen, also am Boden, dienen. Da sich eine große Zahl von Personen auf relativ geringem Raum aufhalten, sind Flughäfen ein potenzielles Ziel für den Terrorismus. Die meisten großen Flughäfen haben eigene Sicherheitskräfte, die von Polizeibeamten unterstützt werden. In einigen Ländern schützen paramilitärische Kräfte oder Soldaten die Flughäfen vor Bedrohungen.

Die Flughafensicherheit ist ein Teilbereich der Luftsicherheit, bei der es allgemein um die Verhinderung terroristischer oder anderer krimineller Einwirkungen auf die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs geht. Hiervon abzugrenzen sind die Begriffe Flugsicherheit, also im weitesten Sinne die Verhinderung von Flugunfällen, und Flugsicherung, das ist die Regelung der Verkehrsabläufe im Luftraum. Zur Gewährleistung der Sicherheit in der Zivilluftfahrt schreibt die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) den verschiedenen Luftfahrtorganisationen, wie den Flughafenbetreibern, die Anwendung von Sicherheitsmanagementsystemen (SMS) vor.

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde die Verordnung (EG) 2320/2002 eingeführt. Damit sollte es Terroristen durch neue Sicherheitsvorkehrungen unmöglich werden, in ein Flugzeug einzudringen. Beispielsweise unterteilt man Flughäfen in bestimmte Sicherheitsbereiche, deren Zutritt streng kontrolliert wird. Auch die Kontrolle von Fluggästen und Handgepäck wurde verstärkt und die Mindestanforderungen an die Ausrüstung wurden genau geregelt. Außerdem sind Mitgliedsstaaten und Flughäfen zur Erstellung eigener Sicherheitsprogramme verpflichtet. In Deutschland sind die Maßnahmen zur Luftsicherheit durch Bundesgesetz geregelt. Seit dem 15. Januar 2005 gilt ein spezielles Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG). 

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