Betriebsfeuerwehr

Eine Betriebsfeuerwehr ist eine Brandschutzeinheit, die in Betrieben oder Einrichtungen zum löschen vorgehalten wird. In Deutschland fehlt einer Betriebsfeuerwehr im Gegensatz zur Werkfeuerwehr die staatliche Anerkennung. Sie ist z.B. auch aus versicherungstechnischen Gründen in Betrieben eingerichtet, die noch keine Werkfeuerwehr aufstellen müssen, da von ihrem Unternehmen selber keine Gefahr ausgeht, jedoch aufgrund der aus der Betriebsfeuerwehraufstellung folgenden Brandschutzversicherungsrabatte finanziell u.U. mit Feuerwehr besser dastehen als ohne, oder besondere zu sichernde Personengruppen (Krankenhaus, Circus, Freizeitpark) oder Sachwerte (Sammlungen, Museen, Bootshäfen) schützen müssen. Viele Betriebsfeuerwehren rekrutieren Freiwillige aus den eigenen Mitarbeitern, die nur im Einsatzfall der Feuerwehr zur Verfügung stehen. Übungen und Schulungen werden meist ähnlich den freiwilligen Feuerwehren in der Freizeit ehrenamtlich durchgeführt. Da für Betriebsfeuerwehren keine staatlichen Auflagen gemacht werden, gibt es auch Betriebsfeuerwehren bestehend aus wenigen Kräften, die an Feuerlöschern und Feuerlöschanlagen ausgebildet sind, und nur über eine einfach Schutzausrüstung verfügen. Diese sind folglich nur geeignet um Erstmaßnahmen zu treffen, aber nicht in der Lage größere Brände zu löschen. Die Brandmeldeanlage (BMA) eines Betriebes mit Betriebsfeuerwehr muss zur öffentlichen Feuerwehr durchgeschaltet sein, während die BMA-Alarme eines Betriebes mit Werkfeuerwehr in der Regel von dieser abgearbeitet werden, und Unterstützung durch die öffentliche Feuerwehr nur auf Anfrage erfolgt.

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